Samstag, 5. Oktober 2013

Museum!

Und immer noch der zweite Tag, aber der Nachmittag hatte es in sich. Wir waren im Siam Museum und das ist ein Museum, wie ich es mir immer gewünscht habe: an erster Stelle steht der Versuch, dem Besucher spannende Geschichten vermitteln und einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Letzteres erfolgt an vielen Stellen durch kurze Videos (inkl. eines Videos gleich zu Beginn!), in denen heutige Thai plötzlich in die Vergangenheit versetzt werden und etwa feststellen, wie komplex die Herkunft ihrer Vorfahren oder die ganz anderen, engen Zukunftsperspektiven junger Frauen in der Vetgangenheit. Dazu kommen wunderschöne Anomationen, Kurzfilme und Stellwände, die nie gerade sind und keine wirkliche Flachware enthalten, dazu wunderschöne weiße Dioramen und viel mehr. Das meiste ist mit Geräuschen verbunden und lädt zur intensiven Beschäftigung ein! Ich habe eine Reihe von Fotos und Videos gemacht und freue mich schon darauf. 
Nebenbei: Menschen ab 60 müssen keinen Eintritt bezahlen und man wollte von uns keine Bescheinigung, sondern hat uns unaufgefordert gefragt, ob wir beide 60 sind! Jeder Besucher hatte übrigens offenbar einen Sender dabei ... 

Übrigens lauft der Fernseher und dort spielt Dortmund gegen Gladbach, auf einem thailändischen Sender!

Thailand 2 immer noch Bangkok

Ok, immer noch der Samstag, sind gerade am Museum of Siam angekommen und brauchen erst mal einen Kaffee. Das bisher aufregendste Abenteuer liegt gerade hinter uns. Wir haben eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk überlebt. Ok, vielleicht ist es objektiv gar nicht so schlimm, aber hautnah neben Mopeds, Autos, Bussen und anderen Tuk-Tuks zu fahren, ist schon eine heiße Nummer, dazu der beißende Gestand des Zweitakters. Als Ausgleich haben wir ziemlich viel gestanden und Helga hat hart mit dem Fahrer verhandelt. 150 Baht waren aber auch nicht wenig. 
In die Verlegenheit sind wir übrigens gekommen, weil ich uns im Kreis geführt hatte. Auf einem Platz sind wir zu weit gegangen und am Ende wieder zurück. Aber es ist auch hart hier. Selbst in den Nebenstraßen tobt der Verkehr, schön ist es nirgends. Überall wird zugleich gearbeitet, gegessen, es war mittags, und sich entspannt - oder was auf den ersten Blick so aussieht. Ein wenig erinnert das an Marrakech. Wie fremd und anders sind da unsere Städte! Wie sauber und ordentlich, selbst da, wo wir sie für hässlich halten. Wie viel Ordnung versuchen wir umzusetzen und wie wenig Chaos halten wir aus. Wie sehen dann Menschen aus diesen Ländern dann Städte wie Berlin? Sie müssen genau so exotisch sein wie diese Städte hier. 
Hier ist aber dafür sehr schön in diesem Café. Mal sehen, wie das mit der Bedienung klapp, na ja, geht?

Thailand 1

Dies ist schon der zweite Tag in Bangkok, aber ich fange jetzt an zu schreiben. Gestern morgen sind wir um 6 Uhr Ortszeit angekommen, nach Anreise und einer mehr als einstündigen Taxifahrt kamen wir gegen halb zehn im Hotel an. Alles hat also geklappt, das Hotel, in einer Seitenstraße der Sukhumvit gelegen, ist gut und sogar ein wenig chic. Ich sitze gerade auf der Terrasse, wo ich ein Foto gemacht habe. Es ist warm und nachts scheint es gern stark zu regnen, zumindest war das in den beiden Nächten der Fall.
Nach einem längeren Schlaf sind wir dann gestern am frühen Nachmittag einfach die Hauptstraße Richtung Zentrum gegangen, u.a. waren wir in zwei großen Einkaufszentren, wo wir u.a. auch einen kleinen Imbiss genommen haben (dabei hätte ich beinahe meine Tasche mit allen Papieren vergessen). Unser erster Tempel war dann Endstation. Auf dem Rückweg sind wir dann teilweise auf dem Fußweg unter der Hochbahn, die direkt über unserer Straße verlief, gegangen. Die Hochbahn ist einer der Versuche, mit dem unglaublichen Verkehr klar zu kommen. Wir sind teilweise schneller als die Autos gewesen. Es fahren zwar auch viele Busse, aber die stehen auch im Stau und die Fahrgäste lesen oder dösen vor sich hin. 
Was dann noch fasziniert, sind die vielen Menschen, die irgendwas machen. An allen größeren Einfahrten von Hotels oder Unternehmen stehen Guards, die Autofahrer in den Verkehr einfädeln. Sie stehen da mit Uniformen und roten Stäben (die nachts beleuchtet sind) und dirigieren auch den fließenden Verkehr. Das alles funktioniert erstaunlich gut.
Dann stehen bzw. sitzen an den kleineren Straßen wie bei uns gegenüber, vermutlich aber nur da, wo Hotels sind, Taxifahrer an kleinen Ständen und warten auf ein Geschäft. Gegenüber von unserer Terrasse sitzen gerade zwei, sie kann man auch auf dem Foto sehen. 
So, jetzt mache ich erst mal Schluss, wir werden uns gleich auf den Weg machen. Heute wollen wir ins Zentrum mit der Stadtbahn fahren.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Das iPad - zweite Erfahrungen

Nun habe ich das iPad schon einige Woche im Dauereinsatz - und das ist wirklich so gemeint. Das iPad ist fast mehr im Betrieb als meine anderen Rechner. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich in mehreren Büros arbeite und viele Besprechungen habe. Das iPad ist da der beste Begleiter: leicht, schnell einsatzbereit, dank Dropbox und Goodreader alle wichtigen Dokumente dabei. Mails können abgerufen werden, Termine und Aufgaben sind jederzeit zur Hand (nach einigem Testen nutze ich Pocket Informant HD). Notizen können mit Simplenote oder Evernote nicht nur schnell angelegt, sondern mit allen anderen Rechnern und dem iPhone abgeglichen werden. Wenn einige das iPad gern als „Gefängnis“ bewerten, so kann ich davon nur wenig feststellen. Dank der „Cloud“ kann ich alle relevanten Daten für meine Arbeit schnell und unproblematisch synchronisieren, sofern WLAN (ich habe keine UMTS-Variante) zur Verfügung steht. DAS allerdings ist die Voraussetzung für die gesamte Arbeit. Ohne sie geht nichts. Ein Import von Daten über Bluetooth oder den Adapteranschluss geht nicht oder nur ansatzweise (über iTunes). Hier hat das iPad sicher eine Schwachstelle. Aber, und das ist wichtig, der Rest funktioniert nicht nur, er funktioniert sogar sehr gut.
Das gilt auch für Office-Anwendungen wie Pages, dem ich nach einiger Skepsis zunehmend etwas abgewinnen kann. Noch bleiben Lücken und teilweise ist dies auch gut so, denn an überladenen Programmen haben wir genug in der Windows- und Linux- und Mac-Welt. Aber Briefe schreiben kann man auch mit dem iPad, mailen ohnehin, Termine verwalten auch und pdfs lesen erst recht. Das war die besondere Entdeckung der letzten Woche. Dank digi20 (http://digi20.digitale-sammlungen.de) hatte ich eine Reihe von Büchern als pdfs auf dem iPad mitgenommen und gelesen. Mein Eindruck jedenfalls lautet: Wozu noch Papier? Das Display ist prima; wenn es nicht spiegeln würde und dann noch die Auflösung des iPhone 4 hätte, wäre es hervorragend. Man sollte damit im Schatten, am besten in der Wohnung lesen - das tue ich aber mit klassischen Büchern auch am liebsten. Dann hat man ein sehr gut ablesbares Display, in den Büchern lassen sich Notizen und Anmerkungen anlegen (dank des letzten Updates von Goodreader ist keine weitere Anwendung mehr nötig).
Was ich mir wünsche? Die Möglichkeit, einfacher Daten einzulesen, meinetwegen über Goodreader, wenigstens über Bluetooth, besser zumindest über einen SD-Anschluß (den es ja grundsätzlich per Adapter gibt, nur kann man darüber lediglich Fotos importieren). Fotos lassen sich ohne iTunes-Verbindung praktisch nicht verwalten, auch wenn es dafür ein eigenes App gibt, ich benutze Photo Sort HD. Aber das sind eher Details.
Das Konzept überzeugt von Tag zu Tag mehr. Das iPad ist eine Arbeitsmaschine, eigentlich für Wissenschaftler gemacht, auch wenn die richtig guten Apps fehlen. Wann etwa gibt es eine richtige Literaturverwaltung für das iPad? Derzeit gibt es nur Mendeley in einer einfachen Version zumindest zum Ansehen von Literaturtiteln, aber mehr bietet sie nicht. Ein anderes Problem besteht darin, dass viele Software erst für das iPad geschrieben werden muss, d.h. ich bin immer wieder dabei, nachzusehen, ob es neuere, bessere Software für einzelne Aspekte gibt. Dennoch entwickelt sich das iPad zu einem Immer-Dabei-Rechner, weniger zum Spielen, als zum „richtigen“ Arbeiten.